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 Schaf- und Ziegendatenbank

Mit Inkrafttreten der geänderten Viehverkehrsverordnung am 14. Juli 2007 ist der Schaf- und Ziegenhalter verpflichtet ab dem 01.01.2008 Tierzugänge zu melden. Darüber hinaus sind mit der Neufassung der ViehVerkV die Kriterien der Bestandserfassung für Schafe und Ziegen festgelegt worden. 

Ziel ist es, die Effektivität der Tierseuchenbekämpfung zu erhöhen. Im Falle eines Seuchenausbruches muss rasch und umsichtig gehandelt werden. Die Datenbankinformationen erleichtern eine schnelle Abklärung von Infektionswegen und Infektionsursachen.

Die Meldungen für ganz Deutschland werden in einer zentralen Datenbank, der HI – Tier, unter dem Bereich Schaf- und Ziegendatenbank erfasst. Für jedes Bundesland ist unmittelbar eine Regionalstelle (RS) zuständig (siehe http://www.hi-tier.de/rs-adress.html).

Voraussetzungen für das Meldeverfahren

Bereits seit Juli 2005 müssen alle Schafe und Ziegen haltenden Betriebe (mit Ausnahme von Transporteuren) registriert sein. 

Die Registriernummer

Zur eindeutigen Identifikation und Registrierung muss allen meldepflichtigen Betrieben von der zuständigen Stelle eine zwölfstellige Registriernummer zugeteilt worden sein. Dies gilt ebenso für den abgebenden Betrieb, weil der übernehmende Betrieb die Registriernummer des Lieferbetriebs melden muss. In Abhängigkeit vom Bundesland sind die Registriernummern vergebenden Stellen (Adressdatenstellen) entweder die Regionalstelle (i.d.R. der Landeskontrollverband, siehe http://www.hi-tier.de/rs-adress.html ), die Veterinär- oder Landwirtschaftsämter (siehe http://www.hi-tier.de/ads-adress.html). Betriebe, die bereits eine Registriernummer z. B. als Rinderhalter besitzen, benötigen keine zusätzliche Nummer.

Der Betriebstyp

Um Meldungen überhaupt abgeben zu können ist zudem der Registriernummer der zutreffende Betriebstyp zu zuordnen. Der Betriebstyp wird ebenso von der Adressdatenstelle vergeben. Tierhalter, die bereits eine Registriernummer, z. B. als Rinderhalter besitzen, müssen sich vergewissern (bei den ADS-Stellen), dass ihrer Registriernummer auch der jeweils entsprechende Betriebstyp (s. u.) zugeordnet ist. Am sichersten und schnellsten ist das über die HI-Tier Datenbank möglich. Mit dem Menü „Betriebsdaten“ können die aktuell gültigen Betriebstypen abgefragt werden.

Meldeberechtigt für den Bereich der Schaf- und Ziegendatenbank sind die Betriebstypen 3 (Viehhändler), 4 (Schlachtbetrieb), 126 (Schafhalter), 161 ( Ziegenhalter), 162 (Schaf- und Ziegenhalter). Ein Meldevertreter (17) kann im Rahmen der Kompetenz des Vollmachtgebers Meldungen und ggf. Abfragen für diesen durchführen.

Die PIN

Für die Meldung per Internet oder bei der Nutzung sonstiger Softwareprogramme zum Melden von Tierbewegungen ist eine PIN (Persönliche Identifikations-Nummer) zur Authentifizierung des Melders erforderlich. Die PIN-Vergabe erfolgt entweder durch die Adressdatenstelle oder Regionalstelle. 

Bei Verlust der PIN muss sich der Schaf/Ziegenhalter ebenfalls an die zuständige Stelle wenden. Eine Änderung der PIN kann der Tierhalter selbst über ein entsprechendes Menü im Meldeprogramm durchführen.

Die geänderte Viehverkehrsverordnung sieht folgende Meldepflichten vor:

Übernahmemeldung

Schaf- und Ziegenhalter, Viehhandelsunternehmen, Sammelstellen, sowie Schlachtstätten sind verpflichtet die Übernahme (es meldet jeweils nur der aufnehmende Betrieb) von Schafen und Ziegen innerhalb von 7 Tagen anzuzeigen.

Anzugeben sind die eigene Registriernummer, die Registriernummer des abgebenden Betriebes, die Anzahl der Schafe/Ziegen, das Abgangsdatum und ggf. das Zugangsdatum, soweit es vom Datum der Verbringung abweicht.

Stammen die Tiere aus einem anderen Mitgliedsstaat oder aus einem Drittland, ist anstelle der Registriernummer das jeweilige Land anzugeben. 

Verlässt ein Schaf oder eine Ziege den Geburtsbetrieb nicht und verendet dort oder wird dort geschlachtet, so findet kein Betriebswechsel statt. In diesen Fällen braucht nicht an die Datenbank gemeldet zu werden.

Stichtagsmeldung

Außerdem hat jeder Tierhalter zum Stichtag 1. Januar eines jeden Jahres die Anzahl der im Bestand vorhandenen Schafe und Ziegen, getrennt nach den Altersgruppen bis einschließlich neun Monate, zehn bis unter 19 Monate und ab 19 Monaten, innerhalb von zwei Wochen nach dem Stichtag anzuzeigen.

Meldewege 

Es bestehen sowohl für die Verbringungs- als auch für die Stichtagsmeldung zwei Möglichkeiten: 

bulletÜber das Internet:
bulletOnline
Onlinemeldungen bieten sich für eine geringe Anzahl von Meldungen an.
bulletmit dem Batchverfahren (für die Übertragung großer Datenmengen)
Beim Batchverfahren verfügt der Meldende über ein entsprechendes Programm, das in der Lage ist, zahlreiche Meldungen direkt an die HI-Tier über eine beliebige Internetanbindung abzugeben. Solche Programme sind käuflich zu erwerben.   
bulletMeldekarten an die Regionalstelle (postalische Meldung)

1. Onlinemeldung

Mit der Internetadresse http://www.hi-tier.de gelangt man unter dem Punkt „Meldeprogramm“ zur Anmeldung.

Einstiegsseite zum Meldeprogramm

Zusammen mit Registriernummer und PIN ist ab dem 1. 1. 2008 sowohl die Stichtagsmeldung als auch die Bewegungsmeldung möglich.

Haupt-Menüseite

Für Bewegungsmeldungen steht folgende Meldemaske zur Verfügung:

Die Stichtagsmeldung erfolgt mit dieser Maske:

2. Kartenmeldung

Die Meldekarten werden von den Regionalstellen ausgegeben. Die vom Meldepflichtigen ausgefüllte Karte ist an die Regionalstelle einzusenden, die für die Datenerfassung zuständig ist.
(zuständige Regionalstelle siehe http://www.hi-tier.de/rs-adress.html)

Meldevollmachten

Als Serviceleistung bieten u. a. Viehhändler, Erzeugergemeinschaften und Zuchtorganisationen ihren Kunden an, die vorgeschriebenen Meldungen für sie abzugeben. Vorraussetzung hierfür ist, dass eine entsprechende Vollmacht vorliegt. Das Vollmachtsformular kann entweder bei der zuständigen Regionalstelle angefordert oder aber aus der HIT unter Vollmacht-Formulare direkt ausgedruckt werden. 

Zu beachten ist, dass der Vollmachtgeber fehlerhafte, unterlassene und verspätete Meldungen zu verantworten hat.

Zwei Arten von Vollmacht werden unterschieden:

bulletMeldevollmacht: Der Bevollmächtigte kann nur melden, aber keine Informationen zum Bestand des Vollmachtgebers abfragen
bulletMelde- und Abfragevollmacht (HI-Tier Gesamtvollmacht): Der Bevollmächtigte kann für den Vollmachtgeber nicht nur Meldungen tätigen, sondern auch Daten abfragen und herunterladen.

Die ausgestellte Vollmacht muss der zuständigen Stelle im Land (Adress- oder Regionalstelle) übergeben werden. Sie sorgt dafür, dass die Informationen in der HIT gespeichert werden. 

Der Vollmachtgeber darf für die Ausübung der Vollmacht keinesfalls seine PIN aushändigen.

Der Bevollmächtigte benötigt zur Wahrnehmung seiner Vollmacht eine eigene Registriernummer und eine PIN. Für die o.g. Betriebstypen  ist dies in der Regel der Fall. Erzeugergemeinschaften und Zuchtorganisationen, die im Auftrag ihrer Kunden melden wollen, verfügen möglicherweise bisher nicht über eine Registriernummer mit PIN. Sie müssen dann bei der zuständigen Behörde (siehe http://www.hi-tier.de/ads-adress.html) eine Registriernummer, sowie eine PIN beantragen. Sobald diese Daten in der HIT gespeichert sind, sind sie meldefähig. Brauchen diese Betriebe keine eigenen Meldungen abzugeben, so werden sie mit dem Betriebstyp 17 (Meldevertreter) eingetragen.

Hinweise zu Datenstrukturen

Definitionen der Strukturen

Die Definitionen sind im HIT- Data-Dictionary gespeichert.

bulletBewegungsmeldung aus Sicht des aufnehmenden Betriebes siehe HIT-Meldung SZ_BEWEG
bulletAbfrage der Bewegungen aus Sicht des abgebenden Betriebes siehe HIT-Meldung SZ_BEWEGX
bulletStichtagsmeldung siehe HIT-Meldung SZ_STICHTAG
bulletSpezielle Abfragen der Daten aus Sicht eines Meldevertreters siehe HIT-Meldung SZ_BEWEGVM

Besondere Hinweise

In der Bewegungsmeldung besteht der Schlüssel ("Primary Key") aus:

bulletBetriebsnummer Aufnehmer
bulletBetriebsnummer Abgeber
bulletAbgangsdatum (Datum der Verbringung)

Daraus folgt, dass zwischen zwei Handelspartner pro Tag nur eine Meldung erfolgen kann. Wenn mehrere Verkäufe stattfinden, müssen die Tierzahlen addiert werden. Wenn bereits ein Verkauf gemeldet wurde und es soll eine zweite Meldung mit der jetzt korrigierten Stückzahl erfolgen, muss entweder:

bulletzuerst die alte Meldung mittels "S" (Storno) entfernt werden 
bulletoder die Meldung mittels "X" (Execute) als Update des Datenfeldes erfolgen.

Im Gegensatz zu den Rindermeldungen hat bei den Schaf- und Ziegenmeldungen jeder Meldepflichtige neben der Kompetenz für die Befehle  "I" (Insert), "S" (Storno) , "C" (Confirm)  und "R" (Retrieve) auch Kompetenz für "X" (Execute). 

Bei "Execute" unterscheidet das System anhand der "Primary-Key-Felder" selbst ob:

bulletder Satz neu ist und damit intern ein Insert stattfinden muss
bulletoder der Satz mit anderen Datenwerten schon vorhanden ist und damit ein Update erfolgen muss.

Änderungen in Key-Felder können weiterhin natürlich nur mittels Storno/Insert vorgenommen werden.

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